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MASSENTIERHALTUNG - AGRARINDUSTRIE

Am 30.3.21 brannte ab 9 Uhr morgens Europas größter Massentierhaltungsstall für Sauen & Ferkel,

in Mecklenburg-Vorpommern bis zum nächsten Tag.

Bei dem Inferno verendeten über 50.000 Schweine.

Angemahnt von der Bevölkerung, Vereinen, Verbänden und zahllosen Mahnwachen,

konnte die Schweinefabrik Alt Tellin viele Jahre unzeitgemäß, Tierleid und Billigfleisch produzieren.

 

Sie produzierte auch, als global-agrarindustrielles Produktionsmodul, die Vernichtung des Regenwaldes, schädliche Monokulturen für Soja und Mais, Gülleüberschüsse, Überdüngung und Gülleunfälle, Grundwasserbelastung, Schwerlasttransportverkehr 24/7, 100e Verstöße und Unfälle, durch ihren Abbrand Rauchgas, Dioxinbelastungen für Wasser, Luft und Boden und einen über 2000 Tonnen verbrannten, zu Sondermüll deklarierten verwesenden Fleischmatsch, der noch bis heute "zurückgebaut" wird.

Agrarindustrieminister Till Backhaus (seit 22 Jahren Landwirtschaftsminister)

erklärt den wütenden Anwohner*innen seine Unschuld


Diese Webseite begleitet die Mahnwachen, den Protest, das Gerichtsverfahren, Demonstrationen, Veranstaltungen und beleuchtet Hintergründe zum Erfinder Straathof, der Holding LFD, der Aktiengesellschaft Terra Grundwerte, zu Behörden, zur Kommunalpolitik Alt Tellin, zur Landwirtschaft, zur Agrarindustrie, zusammengestellt seit 2016 von Karsten Behr


9.6.21

Vorläufige Beantwortung Stellungnahme Agrarausschuss Landwirtschaftsministerium zu Fragenkatalog an Susanne Wiest, BBLT und Antwort StaLU an Günter Hegewald, BBLT


4.6.21

Von wem spricht LVM Backhaus (SPD) MV im Interview, wenn er von Befürwortern eines neuen Megastalls 4.0/ Massentierhaltung auf dem Gelände der abgebrannten LFD-Holding Fabrik spricht? Dem Bürgermeister (CDU), dem Vize (CDU), Landwirten? Von wachen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wohl kaum!

Kurios: Till Backhaus ist ein politisches Phänomen. Er besetzt (mind.) zwei Ministerämter in Mecklenburg-Vorpommern,

die sich diametral gegenüberstehen und sich letztlich in ein zu Unzufriedenheit führendes Nichts auflösen.

So skandiert er im Brustton der Überzeugung "die Restauration der Ökosysteme" als UMWELTMINISTER,

setzt sich aber gleichzeitig für das Fortsetzen der Massentierhaltung in Alt Tellin als AGRARINDUSTRIEMINISTER ein. In beiden Fällen pickt er sich die, für ihn passende Wortwahl heraus, um den jeweiligen Ressorts und dessen Anhängern gerecht zu werden. Nur dass das eine eben immer die Verletzung des anderen bedeutet. Schlussendlich wird er somit KEINEM seiner Ämter gerecht, denn er löst in der Unterstützung des einen immer das andere auf, was eine suppige Neutralität ohne echten Fortschritt bedeutet. Übrig bleiben frustrierte Befürworter eines dringenden Kurses Hin zur Natur und weg von industrieller Tierhaltung.

 

Da aber in Deutschland (noch) die Industrie IMMER VOR den Erhalt der Natur gesetzt wird (ähnlich zu beobachten auch bezüglich der WindEnergieIndustrie), verlieren die naturbewussten, ihren Standort schützen wollenden Menschen unter Backhaus stetig und immer mehr, sprichwörtlich die Natur unter ihren Füßen, zumindest im Raum Alt Tellin.

Damit diese Menschen dann nicht durchdrehen (sollen), die SPD will ja weiter regieren, agiert dann der selbsterhaltbewusste Teil in Backhaus und offeriert in der Art der "Politik des Blühstreifens" "Ausgleichsmaßnahmen" und hypt diese dann bis zum Anschlag der Lächerlichkeit. Fällt das dann auf, weil zB. die Ackerböden doch wegwehen, mal wieder das Grundwasser zu hoch mit Nitrat belastet ist oder eben "der Brandschutz" eines Massentierhaltungskonzerns doch absurd war, MUSS er den naturbewussten Menschen etwas Gutes sagen, was dann sofort die konventionelle Landwirtschaft & Agrarinvestoren in helle Aufregung treibt,

aber letztlich wissen die Tierfabrikbesitzer und Glyphosatausbringer, dass sie sich auf IHREN "Umweltminister" seit 22 Jahren verlassen können.

 

Foto: Karsten Behr, aus der Serie "Einzelfälle"   

 

Till Backhaus ist darüber hinaus auch Minister für Forst:

Foto: Karsten Behr, aus der Serie "Einzelfälle"   


27.5.21

Hintergrundbericht des BUND MV, der es IN SICH hat!


26.5.21

Die AbL hat heute gemeinsam mit Greenpeace, Deutschem Tierschutzbund und BUND Strafanzeige und Strafantrag wegen Tötung von mehr als 56.000 Tieren ohne vernünftigen Grund im Brandfall Alt-Tellin gestellt.

Strafmaß von bis zu 3 Jahren Gefängnis möglich

Für die Verbände steht fest, dass die Genehmigungs-Behörden und der Betreiber, die LFD-Holding, verantwortlich dafür sind, dass mehr als 50.000 Schweine, vor allem Ferkel, ohne Grund sterben mussten - das sei strafbar. Ein mögliches Strafmaß ist im Tierschutzgesetz klar geregelt: Mit Gefängnis bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.

Quelle: NDR


30.4.21

Ministerbesuch LWM Backhaus MV


Videobotschaft Renate Künast (Bundestag) #AltTellin


Gemeindevertreter fordern Betriebserlaubnis-Entzug für Ferkelfabrik

Gemeindevertreterarbeit von Susanne Wiest und Günter Hegewald (BürgerInnenbündnis Landleben Tollensetal), leider auch ein Abschied. Günter Hegewald verläßt nach vielen Jahren enttäuscht den Gemeinderat Alt Tellin.


"Noch einen Schritt weiter geht eine Beschlussvorlage vom Bürgerbündnis Landleben Tollensetal, die durch Enthaltung der übrigen fünf Abgeordneten mit den nur zwei Stimmen dieser Fraktion als angenommen gilt. Darin fordert die Kommune den Entzug beziehungsweise den Widerruf der Betriebserlaubnis für die Betreiber der Schweinezucht-Anlage."
„In dieser für uns alle außergewöhnlichen Situation werden wir uns dafür einsetzen, dass ähnliche Gefahrensituationen in Zukunft auszuschließen sind“, heißt es in dem Text. Der mit der Erwartung endet, dass solche Massentierhaltungsformen weder in Alt Tellin noch sonst wo künftig eine Betriebserlaubnis erhalten."
Quelle: Nordkurier
 
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BUND fordert Aus für Schweinezucht in Alt Tellin

Dazu sinngemäß die LFD-Holding: "Mehr Brandschutz würde den Gewinn schmälern."

zum Bericht auf NDR:



30.3.2021

Vorpommernland - abgebrannt!

Alt Telliner Megastall geht in Flammen auf...

Pünktlich im März 2021, [vier Jahre wird nun schon der Prozess, unter anderem wegen BRANDSCHUTZAUFLAGEN gegen die Betreiber & Verwaltungsbehörden des Alt Telliner Megastalls vom Verwaltungsgericht Greifswald verschleppt], ist das Aushängeschild der "Initiative Tierwohl" von Agrarindustrieministerin Julia Klöckner am 30.3.21 vormittags abgebrannt (und brennt Stand 17 Uhr immer noch). Der Megastall war vor vielen Jahren, trotz vieler Bedenken und sogar einer begleitenden Bürgerbefragung mit Ablehnung, vom CDU geführten Gemeinderat genehmigt worden.

Ab morgens 9 Uhr war bei schönstem Wetter eine dichte Rauchwolke am Himmel auszumachen, die vermuten ließ, was viele Menschen in der Gemeinde Alt Tellin schon lange  befürchteten: Der Megastall brennt! Mit Windrichtung aus Südwest konnte ich mich von Siedenbüssow aus über den Acker Richtung Anlage bewegen und diese Aufnahmen machen. Zuerst zog der dichte Rauch Richtung Daberkow, drehte dann in Richtung Neu-Plötz. Mein Gedanke war sofort, dass die Anwohner evakuiert werden müssten.

An der Anlage angekommen, konnte ich die Feuerwehr eher machtlos kontrollierend erkennen, ein Hubschrauber parkte auf dem Gelände, eine Drohne versuchte das Geschehen zu überfliegen.

Der Megastall stand ab Richtung Südwest weitestgehend in Flammen, die sich weiter in Richtung Haupteingang im Nordosten vorarbeiteten.

An der östlichen Seite der Anlage öffneten die Betreiber von aussen die Türen. Von innen war ein fürchterliches Geschrei der Tiere zu hören. Die Schweine kamen anfangs nur zögerlich nach draussen, denn zum einen hatten sie noch nie das Tageslicht gesehen und zum anderen wissen sie wohl intuitiv wo es normalerweise hingeht, wenn es raus geht.

Mich erschütterte der Anblick der Sauen, edle große Tiere, seit Menschengedenken Teil des menschlichen Lebens, heute nur eine Fleischeinheit zur Ferkelproduktion der Agrarindustrie mit auflackierten Markierungen auf dem Rücken, als seien es Pappkartons.